Quilten in der Naht - und wann man die Finger davon lässt

"Stitch in the ditch" - Vielen sagt das schon etwas, das ist das Quilten genau in der Naht. Von Hand oder Maschine, wenn man genau auf der Naht quiltet, an der Stelle wo man vorher zwei Stück Stoff miteinander verbunden hat, die Grenze zwischen beiden sozusagen.
Das mag ja noch nichts Neues sein, neuer hingegen ist die Mischung von Handnähen und Maschinenquilten.
Früher wurde der größte Teil der Quilts so bearbeitet: Maschinennähen/Handquilten, Maschinennähen/Maschinenquilten, Handnähen/Handquilten.
 
Das ist schon lange vorbei, Handnähen/Maschinenquilten ist kein Tabu mehr. In der Zeit, in der ich anfing, war das ein absolute No-Go. 😳


Und jetzt der Tipp, der Tops retten kann: nie, aber auch wirklich nie, in der Naht quilten mit der Maschine bei einem handgenähten Top. Warum, gleich kommt die Antwort. Die Nadel ist scharf, sie kann Fäden durchtrennen, bei einer Maschinennaht ist das weniger tragisch, außerdem näht man da nochmal über alle Teile und die Nahtzugaben sollten aufeinandergebügelt sein (das hatten wir doch gerade schon einmal - noch ein guter Grund die NZ beinander zu lassen!), und die Quiltnaht würde eine eventuell durchtrennte Maschinennaht am Top ersetzen. Nichts passiert.


Wenn wir aber jetzt ein handgenähtes Top hernehmen, die Natzugaben sind beim englischen PP nicht beisammen, nur die Stoffteile grenzen aneinander, worüber wir hier mit der Maschinennadel regelrecht stochern würden ist der Handnähfaden, dann sieht das schon wieder anders aus. Irgendwann reisst der Handnähfaden weil er stark angeritzt wurde beim Maschinenquilten und das war es für das Top, Hallo Loch. 😭 Also -- nicht in der Naht. Über die Naht, quer darüber, über alle Teile, aber Tipp von mir: nicht IN der Naht bleiben bei handgenähten/maschinengequilteten 
Quilts

Dann viel Spaß beim Quilten! Und - es muss ja nicht immer in der Naht sein 😏

Eure Roswitha
www.roswithasquiltshop.at